Anthropic hat am 27. Mai zwei praktische Sicherheits‑Features für Claude vorgestellt: eine selbst gehostete Sandbox für Claude Managed Agents und das neue security‑guidance‑Plugin für Claude Code. Beides steht jetzt breit zur Verfügung und zielt direkt auf das größte Problem bei agentischen Workflows: Kontrolle über Ausführung und sichere Codeausgabe.
Claude Sandbox (self‑hosted) jetzt in Public Beta, Provider‑Optionen genannt
Die Sandbox läuft aktuell in einer Public Beta. Agenten‑Orchestrierung und Kontextmanagement verbleiben auf Anthropic‑Seite, die eigentliche Toolausführung lässt sich aber in eine eigene Umgebung verschieben. Genannte Integrationsoptionen reichen von Cloudflare über Daytona, Modal bis Vercel. Praktisch heißt das: Dateien und compute‑Jobs müssen nicht mehr außerhalb der eigenen Perimeter laufen, Audit‑Logs, Netzwerkrichtlinien und eigene Laufzeitimages bleiben unter Kontrolle.
security‑guidance Plugin für Claude Code reduziert PR‑Sicherheitskommentare um 30–40 %
Das Plugin sitzt in der Claude Code‑Session und bietet drei Prüf‑Layer: schnelle Regex‑Pattern‑Warnings bei Dateiedits, ein LLM‑gestütztes Diff‑Review nach jedem Turn und eine agentische Commit‑Review beim Git‑Commit, die Datenfluss über mehrere Dateien verfolgt. Zielklassen sind u. a. Command‑Injection, XSS, unsafe deserialization, SSRF und hardcodierte Secrets. Anthropic nennt eine interne Messung: Pull‑Requests, die mit dem Plugin erzeugt wurden, hatten 30–40 Prozent weniger sicherheitsbezogene Kommentare — das Plugin ist also als „leichter First Pass“ vor menschlicher Review gedacht.
Das ändert die Arbeit mit AI‑Codern spürbar: Entwickler können agentische Code‑Iterationen sicherer laufen lassen, ohne sofort auf aufwändige SAST/DAST‑Pipelines angewiesen zu sein. Wichtig bleibt aber: Das Plugin ersetzt keine vollständige Code‑Review oder Pen‑Tests, es verschiebt Security weiter nach links im Workflow.


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