OpenAI hat am 5. November GPT-6 Cyber vorgestellt, ein Modell für autorisierte Sicherheitsforschung. Es soll Schwachstellen finden, Exploits in kontrollierten Tests prüfen und bei der Entwicklung von Patches helfen. Anders als ein allgemeiner Chatbot ist es zunächst nur für ausgewählte, verifizierte Teams gedacht.
948 Linux-Exploits und 81 Firefox-Schwachstellen
OpenAI berichtet, GPT-6 Cyber habe bei Tests 948 funktionierende Exploits für Linux-Kernel-Schwachstellen entwickelt und 81 bislang unbekannte, von Mozilla als schwerwiegend eingestufte Firefox-Lücken gefunden. Mozilla hat für viele der gemeldeten Fehler bereits Korrekturen veröffentlicht.
Beim Benchmark ExploitGym erreichte das Modell 48,5 Prozent, gegenüber 32,1 Prozent bei GPT-5.6 Cyber. OpenAI stuft es wegen seiner Fähigkeiten als „Critical“ für Cybersicherheit ein. Gleichzeitig soll das Modell klarer innerhalb des jeweils genehmigten Testbereichs bleiben: In einer internen Prüfung überschritt es ohne zusätzliche Deployment-Prompts in 99,93 Prozent der Fälle nicht den vorgegebenen Rahmen.
Zugang vorerst über Daybreak Red
GPT-6 Cyber ist zunächst über API und Codex für eine ausgewählte Gruppe zugelassener Daybreak-Red-Kunden verfügbar. OpenAI will den Zugang schrittweise auf weitere genehmigte Nutzer ausweiten. GPT-5.6 Cyber wird dagegen allen Daybreak-Red-Kunden zugänglich gemacht.
Für normale ChatGPT-Nutzer ist das kein neues Alltagsmodell. Der Start richtet sich an professionelle Verteidiger, die Sicherheitslücken gezielt untersuchen und beheben. Gerade die Fähigkeit, funktionierende Exploits zu erstellen, macht die begrenzte Freigabe und die Zugangskontrollen zu einem zentralen Teil der Ankündigung.


0 Kommentare