Die wichtigsten Neuigkeiten der letzten Tage: OpenAI hat die GPT‑5.6‑Familie breit in ChatGPT, Codex und der API ausgerollt und gleichzeitig ChatGPT Work als neuen, agentenbasierten Arbeitsbereich gestartet. Anthropic hat Claude Fable 5 für zahlende Pläne erneut verlängert, aktuell bis zum 19. Juli 2026, inklusive einer vorübergehenden Erhöhung der Claude Code Wochenlimits.

GPT‑5.6 (OpenAI) — Rollout, Preise und ChatGPT Work (seit 9. Juli)

OpenAI bietet GPT‑5.6 in drei Varianten an: Sol (Flaggschiff), Terra (Alltagsarbeit) und Luna (kostengünstig). ChatGPT Work ist ein neuer Agent in ChatGPT, der über längere Zeit an Projekten arbeiten, lokale Dateien und Apps nutzen sowie mehrere Tools koordinieren kann. Die Modelle sind jetzt in ChatGPT, Codex und per API verfügbar; Verfügbarkeit nach Plänen unterscheidet sich (z. B. Sol für Plus/Pro/Enterprise).

Preise (pro 1M Tokens)

Modell

Input

Output

Sol

$5

$30

Terra

$2.50

$15

Luna

$1

$6

Die neue Desktop-/Codex‑Integration und die Agentenfunktionen sind darauf ausgelegt, wiederkehrende, mehrstufige Arbeitsabläufe zu automatisieren. Erste Nutzerberichte zeigen, dass GPT‑5.6 bei komplexen Wissens‑ und Codeaufgaben deutlich weniger Iterationen braucht.

Claude Fable 5 (Anthropic) — Verlängerung des Promo‑Fensters bis 19. Juli

Anthropic hat die plan‑inkludierte Nutzung von Claude Fable 5 für zahlende Abos erneut verlängert; die aktuell kommunizierte Frist endet am 19. Juli 2026 23:59:59 PT. Innerhalb der Promo darf man bis zu 50% der wöchentlichen Nutzungsquote für Fable 5 verwenden, danach gilt nutzungsabhängiges Abrechnungsmodell. Die Verlängerung kam kurz nach dem vorherigen Stichtag und hat bei zahlenden Kunden Verunsicherung über die Planbarkeit erzeugt.

Gemini (Google) — keine großen Ankündigungen 10.–13. Juli

In den letzten 72 Stunden gab es keine vergleichbar große, neue Ankündigung zu Gemini. Google‑Updates zu Managed Agents und Gemini‑Tools wurden in der Vorwoche berichtet, aktuell dominieren die OpenAI/Anthropic/SpaceXAI Releases die Schlagzeilen.

Open‑Problem der Woche bleibt die kurzfristige Verfügbarkeitspolitik bei Frontier‑Modellen: Firmen planen jetzt häufiger Multi‑Model‑Routing, weil einzelne Flaggschiffzugänge (wie Fable 5) kurzfristig geändert werden können.