
Rock and Stone, Bergleute! Der lang erwartete Release von DRG: Rogue Core ist endlich da. Das Spiel bringt massenhaft neuen Content, zieht unzählige neue Spieler an, konfrontiert uns auf Hoxxes aber auch mit knackigen Herausforderungen. Egal, ob ihr erfahrene Veteranen aus dem originalen Deep Rock Galactic seid oder als "Greenbeards" eure ersten Schritte im Sci-Fi-Untergrund wagt: Dieser Guide bereitet euch optimal auf euren ersten Drop vor, frisch euer Wissen auf und liefert handfeste Taktiken für das Überleben im Koop-Shooter-Roguelite.

1. Die Vorbereitung: Solo-Modus, Rüstung & Charakter-Setups
Im Gegensatz zum klassischen DRG ist der Solo-Modus in Rogue Core selbst auf der niedrigsten Komplexitätsstufe kein Spaziergang. Wer sich alleine in die Höhlen wagt, wird schnell von der schieren Masse an Feinden überrollt. Da die Skalierung der Gegneranzahl zwischen Solo- und Multiplayer-Modus überraschend gering ausfällt, müsst ihr alleine deutlich mehr Abschüsse erzielen. Das führt unweigerlich zu massiven Munitionsproblemen – besonders vor den Bosskämpfen. Zudem stößt euer Drohnen-Begleiter Bosco trotz Verbesserungen schnell an seine Grenzen. Seine Stärken liegen weiterhin primär im Abbau an Decken, gezielten Raketenangriffen auf Gegnergruppen und Wiederbelebungen. Verlasst euch im Kampf nicht blind auf seine Schusskraft.
Waffenauswahl und Überlebens-Upgrades
Ein falsches Charakter-Setup (Build) kann den gesamten Run ruinieren. Wer ausschließlich auf Schnellfeuer- oder reine Nahkampfwaffen setzt und keine Präzisionswerkzeuge für Schwachstellen einpackt, zieht gegen Eliten und Bosse den Kürzeren.
Zusätzlich gilt: Unterschätzt niemals Defensiv-Upgrades. Rüstung und maximale Gesundheit (HP) sind in jeder Phase des Runs essenziell, völlig unabhängig von der gewählten Klasse. Die Monster auf Hoxxes teilen extrem anständig aus – besonders in tieferen Ebenen, wenn zusätzliche Missions-Modifikatoren aktiv werden. Konzentriert euch in der frühen Phase eines Runs darauf, etwas Rüstung und HP aufzubauen, bevor ihr euch rein auf offensive Upgrades stürzt.
Community-Tipp: Achtet bei der Waffenauswahl penibel auf die Schadensart. Es wird auf Reddit stark diskutiert, dass rein kinetischer Schaden im späteren Verlauf gegen gepanzerte Ziele massiv abfällt. Habt immer mindestens eine Option für Elementarschaden oder Rüstungsbrechung im Halfter.

2. Die Durchführung: Missionsziele, Ressourcen & Teamplay
Um in Rogue Core erfolgreich zu sein, müsst ihr eure Prioritäten auf dem Bildschirm richtig setzen und euch strikt an die ungeschriebenen Gesetze der Zwergen-Community halten.
Nebenaufgaben sind Hauptaufgaben
Im Missionsauswahl-Menü findet ihr auf der linken Seite einen kleinen Bildschirm mit spezifischen Aufgaben. Behandelt diese Nebenbeziele wie Hauptmissionen. Das Abschließen dieser Tasks gewährt euch wichtige Punkte, die euren Level steigern. Ein höheres Level wiederum schaltet höhere Sicherheitsfreigaben frei, wodurch ihr neue Gebiete erkunden und zusätzliche Event-Typen freilegen könnt. Riskiert für ein Nebenziel nicht den gesamten Run, aber behaltet sie für den langfristigen Spielfortschritt permanent im Auge.
Das Gesetz des Versorgungsdepots (Kein Double-Dipping!)
In der DRG-Community gibt es einen festen Ehrenkodex, der in Rogue Core wichtiger ist denn je. Ein angefordertes Versorgungsdepot (Reload Pod) besitzt exakt vier Slots. Jede dieser Ladungen stellt 50% Rüstung und 50% Munition wieder her. Bei einem vollen Vierer-Team steht jedem Zwerg genau ein Slot zu.
Wer sich ohne Absprache einfach eine zweite Ladung einverleibt ("Double-Dipping"), riskiert den Zorn des Teams und nicht selten ein賜tes Frust-Projektil in den Hinterkopf. Kommunikation ist hier der Schlüssel zum Erfolg:
Nutzt Versorgungsstationen erst, wenn beide Hauptwaffen unter 50% Munition gefallen sind, um den maximalen Wert zu generieren.
Nutzt Depots niemals ausschließlich für die Regeneration von Rüstung.
Fragt im Chat oder Voice-Aktivierung nach, ob ein Slot frei ist, falls ein Teammitglied noch reichlich Munition besitzt.
Fähigkeiten clever rotieren
Im Chaos der Gefechte geht die Nutzung der eigenen Skills oft unter. Jeder Charakter verfügt über eine Primärfähigkeit, eine Sekundärfähigkeit und eine ultimative Fähigkeit (Ultimate).
Klasse / Element | Funktion & Kosten | Effekt im Kampf |
Guardian: Primär | Kostet 1 Punkt | Feuert Projektile mit geringem Schaden, aber extrem hohem Rückstoß (Knockback), um Feinde auf Distanz zu halten. |
Guardian: Sekundär | Kostet 2 Punkte | Erzeugt eine Zone um den Charakter, die kontinuierlich leichten Schaden verursacht und Feinde effektiv wegstößt. |
Guardian: Ultimate | Cooldown-basiert | Erschafft eine stationäre Barriere, in der die Rüstung aller Verbündeten und des Guardians über Zeit regeneriert wird. |
Nutzt diese Fähigkeiten proaktiv für die Zonen-Kontrolle, anstatt sie für den Notfall aufzusparen. Die Abklingzeiten sind fair gebalancet.
Expenite: Die Lebensader eurer Upgrades
Expenite ist die wichtigste Währung innerhalb eines Runs. Sobald ihr genug davon gesammelt und am Depot eingezahlt habt, steigt ihr quasi im Level auf und erhaltet mächtige Upgrades. Ruht euch nicht aus, wenn ihr ein paar Brocken gefunden habt – die Kosten für das nächste Level-Up steigen progressiv an. Jedes einzelne Upgrade kann spielentscheidend sein.
Hier findet ihr Expenite:
In der Umgebung verstreut auf allen 4 Ebenen.
In zerstörbaren Expenite-Eimern, die am Boden herumstehen.
Als Belohnung beim erfolgreichen Abschluss des "Test Subject"-Events.
Beim "Giant Drill"-Event, bei dem ihr einen riesigen Bohrer starten müsst, um massive Expenite-Kristalle zu zertrümmern.
Bei gründlicher Erkundung solltet ihr problemlos 6 bis 7 Upgrades pro Run einsacken können.
[Expenite sammeln] ➔ [Im Depot einzahlen] ➔ [Level-Up & Upgrade wählen] ➔ [Überlebenschance steigern]

3. Meta-Progression: Skillbaum, Werkbänke & Risiko-Management
Zwischen den Einsätzen und auf den Stationen zwischen den einzelnen Ebenen entscheidet sich, wie stark euer Zwerg langfristig wird.
Der Skillbaum im Raumschiff
Nach erfolgreichen Missionen erhaltet ihr Token. Diese könnt ihr am Terminal in der Nähe der Missionsauswahl in euren permanenten Skillbaum investieren. Aktuell könnt ihr bis zu 8 Upgrades gleichzeitig für eure Charaktere ausrüsten. Auch wenn die einzelnen prozentualen Verbesserungen klein wirken: Kombiniert und gestapelt spürt ihr den Machtzuwachs in den Höhlen sofort.
Mut zum Risiko beim Phasen-Wechsel
Beim Übergang zur nächsten Ebene müsst ihr euch stets zwischen einem Malus (Hazard) und einem positiven Effekt (Upside) entscheiden. Habt hier ruhig Mut zum Risiko! Einige der positiven Effekte sind absolute Gamechanger.
Besonders stark ist der Buff, der eure Glückschance (Luck) beim Auswürfeln zukünftiger Upgrades für den Rest des Runs erhöht. Während normale Glücks-Upgrades oft nur magere 3% bringen, spürt man diesen spezifischen Etappen-Buff massiv. Die Nachteile der Hazards wirken oft abschreckend, stehen aber meist in keinem Verhältnis zu den mächtigen Vorteilen, die ihr dadurch erhaltet.
Synergien nutzen: Keine Vierer-Kopien
Im klassischen DRG konnte man problemlos mit vier Scouts oder vier Drillern durch die Level fegen, da die Klassen sehr autark designt waren. In Rogue Core funktioniert das nicht mehr. Die Charaktere sind stark voneinander abhängig.
Ein Paradebeispiel ist das Zusammenspiel von Spotter und Slicer: Der Spotter markiert einen schweren Brocken mit einem Peilsender, wodurch das Ziel massiv erhöhten Schaden erleidet. Er selbst hat jedoch kaum Fähigkeiten, um diesen Schadensbonus sofort maximal auszunutzen. Wenn nun jedoch ein Slicer im Team per Dash nach vorne prescht und seinen verheerenden Nahkampfangriff auf das markierte Ziel anwendet, verdoppelt oder verdreifacht sich der Wert der Spotter-Fähigkeit augenblicklich. Variiert eure Teamaufstellung!
Werkbänke vervollständigen
Das Abschließen von Werkbänken (Workbenches) innerhalb der Level hat oberste Priorität. Sie erlauben es euch, eure aktuelle Waffe zu modifizieren oder sogar ein komplett neues Schießeisen freizuschalten. Sobald ihr eine Werkbank entdeckt, müsst ihr lediglich die Interaktionstaste drücken – das Spiel markiert daraufhin den benötigten Werkzeugkasten (Toolbox) in der Umgebung, was die Suche erheblich erleichtert. Die Modifikationen reichen von simplem Extra-Schaden über mehr Munitionskapazität bis hin zu völlig neuen Elementar-Schadensarten für eure Projektile.
Deep Rock Galactic: Rogue Core schraubt den Anspruch im Vergleich zum großen Bruder spürbar nach oben. Der Gameplay-Loop aus knackigen Roguelite-Elementen, knallhartem Ressourcenmanagement und tiefgehenden Klassensynergien motiviert ab der ersten Sekunde. Durch die permanente Progression über den Skillbaum und die Varianz bei den Etappen-Hazards fühlt sich jeder Run frisch an. Der Grind nach Token und Expenite lohnt sich definitiv – wer hier als Team agiert, die Community-Regeln befolgt und seine Builds klug diversifiziert, wird mit einem der packendsten Koop-Erlebnisse des Jahres belohnt.
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