Sogar Chatverläufe: KI-Anbieter geben Daten ihrer Nutzer weiter
Der Artikel berichtet über eine Studie des IMDEA Networks Institute , die das Datenweitergabeverhalten von neun großen KI-Anbietern (u. a. ChatGPT, Claude, Gemini, Grok, DeepSeek, MS Copilot) untersucht hat. | Weitergabe von Chat-Inhalten: | 5 der 9 Anbieter übermitteln bei der Nutzung im Browser Permalinks zu den Chatverläufen an Drittanbieter (Tracker/Werbenetzwerke). Über Test-Links ( Canary URLs ) stellten die Forscher fest, dass Externe diese Permalinks teils auch aktiv abriefen (z. B. bei Grok). | Ein Drittel (33,3 %) der Anbieter gibt automatisch erstellte Zusammenfassungen der Chat-Inhalte an Werbepartner weiter. | Verknüpfung persönlicher Daten: | Daten wie E-Mail-Adressen, Standort und dauerhafte Nutzer-IDs (z. B. LiveRamp) werden mit übertragen. Dadurch geht die Anonymität verloren – auch im Inkognito-Modus des Browsers. | Geringe Kontrollmöglichkeiten: | Das Ablehnen nicht notwendiger Cookies stoppt die Datenweitergabe nur bedingt; laut Studie bleiben ca. 80,8 % der Tracker weiterhin aktiv. | Kostenpflichtige Abonnements bieten bezüglich des Trackings durch Drittanbieter kaum Unterschiede zu kostenlosen Accounts. | Empfänger der Daten: | Insgesamt wurden 44 verschiedene Tracking- und Werbedienstleister identifiziert (am häufigsten Google, gefolgt von Meta, Sentry, Datadog, TikTok, Apple u. a.). | Einordnung | Wissenschaftlicher Status: Bei der zugrundeliegenden Studie handelt es sich aktuell um ein noch ungeprüftes Preprint (das Peer-Review-Verfahren steht noch aus). | Fokus: Die Ergebnisse beziehen sich primär auf das Tracking bei der Nutzung der KI-Dienste über die Web-Oberfläche im Browser.



