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Solo-Spieler in World of Warcraft schieben im PvP oft Frust, wenn sie auf eingespielte Stammgruppen treffen. Blizzard bringt für WoW: Forever eine entscheidende Änderung am Matchmaking der Schlachtfelder (Battlegrounds), die Schluss mit einseitigen Klatschen macht.

Getrennte Warteschlangen: Solo-Spieler vs. Stammgruppen (Premades)

Senior Game Designer Josh „Aggrend“ Greenfield bestätigte im aktuellen WoW: Forever Podcast die neue Matchmaking-Mechanik: Wer sich alleine für ein Schlachtfeld anmeldet, trifft nicht mehr auf voll organisierte Stammgruppen (Premades).

Stammgruppen werden künftig strikt im Matchmaking-System gefiltert und treffen ausschließlich auf andere eingespielte Gruppen.

Das ändert sich für kleine Spielgruppen (Kumpels & Twos/Threes)

  • Kein Zwang zur vollen Gruppe: Wenn ihr nur mit zwei oder drei Freunden eine Runde PvP spielen wollt, müsst ihr euch nicht als volle Schlachtzugsgruppe anmelden.

  • Kleingruppen-Option in Arbeit: Die Entwickler evaluieren aktuell eine spezielle Anmeldeoption für Kleingruppen von etwa 2 bis 3 Spielern. So müsst ihr nicht zwischen reine Solo-Spieler und vollwertige Premade-Raids geworfen werden.

  • Historischer Kontext (Season of Discovery): Ähnliche Anpassungen testete Blizzard bereits in Phase 2 der Season of Discovery (SoD). Damals gab es jedoch die Einschränkung, dass die Matchmaking-Regel nach einer gewissen Wartezeit aufgeweicht wurde, um extrem lange Warteschlangen zu vermeiden. Ob ein solcher Lockering-Mechanismus auch in WoW: Forever Einzug hält, ist aktuell noch unklar.

Übersicht des neuen Matchmaking-Systems

Anmeldung

Warteschlange

Gegner

Solo-Anmeldung

Reine Einzelspieler-Warteschlange

Andere Einzelspieler / Gelegentliche Kleingruppen

kleine Gruppen (2–3 Spieler)

Flexible Zuweisung (In Evaluation)

Ähnlich zusammengestellte Zufallsgruppen

Stammgruppe (Premade)

Exklusive Premade-Warteschlange

Strikte Zuweisung gegen gegnerische Premades

Gilt die Trennung von Solo-Spielern und Premades für alle Schlachtfelder?

Die Regelung betrifft prinzipiell die regulären instanziierten Schlachtfelder (Battlegrounds). Ob es spezifische Ausnahmen oder Anpassungen für großflächige Schlachtfelder wie das Alteractal gibt, muss sich in den kommenden Beta-Tests zeigen.

Muss ich mit deutlich längeren Warteschlangen als Einzelspieler rechnen?

Nein, in der Regel profitieren Solo-Spieler von kürzeren Wartezeiten, da die Überzahl an Einzelspielern den größten Pool im Matchmaking stellt. Lediglich voll organisierte Stammgruppen könnten künftig länger warten, bis ein adäquates Gegner-Team gefunden wird.

Was passiert, wenn sich nicht genügend Premades im selben Level-Bereich befinden?

Ob Blizzard die Matchmaking-Kriterien nach Ablauf eines Timers aufweicht, wie es in der Season of Discovery der Fall war, ist noch nicht final entschieden. Sollte das System starr bleiben, müssen Stammgruppen mit längeren Wartezeiten rechnen.

Schluss mit dem Farmen von Randoms:

Die Umstellung ist ein Segen für Gelegenheits-PvPler und Solo-Anmelder. Wer nach Feierabend ohne Discord-Pflicht ein paar Schlachtfelder rocken will, wird nicht mehr von durchgestylten Stammgruppen am Friedhof abgefarmt.

Für organisierte PvP-Gilden und Stammgruppen steigt zwar der Anspruch, da jedes Match auf Augenhöhe stattfindet, allerdings ziehen die Wartezeiten bei geringem Spieleraufkommen voraussichtlich an. Der Kompromiss mit einer Kleingruppen-Option für zwei bis drei Freunde ist genau der richtige Mittelweg, damit das Zusammenspielen in WoW: Forever nicht bestraft wird.